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Fidel Castro – De Revolutioner und sein gescheitertes Modell

Oktober 18th, 2010 | Posted by admin in Allgemein

Zwanzig Jahre ist es nun schon her, dass der Sozialismus in weiten Teilen der Welt gefallen ist. Direkt vor der Haustür der USA hat Kuba nicht nur die neunziger Jahre überstanden, sondern sich auch erfolgreich gegen alle Missionierungsversuche der „freien Welt“ gestemmt. Übergroß steht ein Name über dem Modell Kuba – Fidel Castro. Wer ist der Mann, der diese Trutzburg in der Karibik geformt hat?

Foto: dbking

Der Maximo Lider, wie er in Kuba gern genannt wird, wurde in eine wohlhabende Familie eines Zuckerrohrplantagenbesitzers hineingeboren. 1945 begann der Mann, dem man nachsagt, er könne nur schwer Autoritäten akzeptieren, ein Jura-Studium. Zu dieser Zeit begann er politisch aktiv zu werden, versucht gar 1947 mit 3000 Mann auf mehreren Schiffen den Diktator der Dominikanischen Republik zu stürzen. Dass er nicht verhaftet wurde, verdankte er nur einem Sprung ins Wasser und 3 Kilometer Schwimmen bis zur Küste.

Nicht ausweichen konnte er dem Gefängnis dann 1953, als er mit einer Gruppe Gleichgesinnter versuchte, eine Kaserne zu erstürmen und so Diktator Batista zu stürzen. Nachdem er durch eine Generalamnestie schon zwei Jahre Später wieder freikam, führte er den bewaffneten Kampf im Untergrund weiter. Zwei Jahre Guerillakampf reichten, um Batista so mürbe zu machen, dass er aus Kuba flüchtetet. Das konnten selbst die USA nicht verhindern, die bald darauf Castros Hassobjekt Nummer 1 wurden. Das Verhältnis der USA zu Kuba kühlte merklich ab. Das CIA gab selbst zu, in einige der angeblich 638 Attentate verwickelt gewesen zu sein. Derweil verfolgte Castro eine Politik des Internationalismus, schickte sein Militär zur Unterstützung in Kämpfe befreundeter sozialistischer Staaten und entsandte Ärzte, Lehrer und Krankenschwestern.

So entschlossen er auf politischer Ebene war, so unnachgiebig ging er mit seinen Gegnern um. Die kubanische Opposition hält er für illegitim und die Gefängnisse sind voll mit politischen Gefangenen und Exekutionen weniger eine Ausnahme als vielmehr legitimes Mittel, unerwünschte Personen loszuwerden. Das kubanische Modell, wie es immer so schön heißt, kann diese dunkle Seite nicht leugnen. Der Mann, dem 900 Millionen Dollar Privatvermögen nachgesagt werden, scheint selbst schon nicht mehr so recht an sein politisches Erbe zu glauben. Das kubanische Modell funktioniere ja schon in Kuba nicht einmal richtig, wird er jüngst zitiert. Damit zu kämpfen hat nun freilich sein Bruder Raul, der seit 2008 die Geschicke des Landes lenkt.

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